Interpretation des Stils

Die künstlerische Einordnung von Roland Dürr gestaltet sich als schwierig, weil er ein noch sehr junger (Jahrgang 1976), sich in ausgeprägten Entwicklungsphasen befindlicher Künstler ist.

Nicht-gegenständlicher Expressionismus mit deutlicher Ausprägung des Action Painting charakterisieren am naheliegendsten seinen Stil.

Schon sehr früh experimentierte er mit eigenen Elementen der künstlerischen Darstellung, wobei "das Auge" zentrales Thema und Sinnbild des Menschen schlechthin waren. Es war gerade die Zeit, als er sich intensiv mit den Arbeiten des amerikanischen Malers Sam Francis auseinandersetzte, und der auch in dieser Phase seinen Stil mitprägte. Daß in diesen Zeitraum auch die Arbeit "Hommage an Miro" fällt, zeigt kraftvoll die Suche nach neuen, eigenen Stilelementen.

Obwohl Roland Dürrs Arbeiten die direkte figürliche Darstellung meiden, bedarf es häufig lediglich eines geringen geistigen Anstoßes, um den Inhalt des Werkes im Geiste des Betrachters auch "plastisch" vor Augen treten zu lassen.

Auch bei der Verarbeitung abstrakter Begriffe, wie zum Beispiel "Die Spannung", "Ode an den Geist des Weines" usw., gelingt es ihm, im Betrachter dessen Gefühlswelt anzuregen und entsprechende Empfindungen auszulösen.

Roland Dürr schafft aus einem Geist von visuellem Reichtum und einem Überfluß an Einbildungskraft. Wenige Elemente mit ungezügelter Ausdruckskraft sprechen seine Sprache des Action Painting.